Zwei junge Menschen berichten von ihren ersten Erlebnissen

26.11.2011 19:25

Malteser bieten freie Stellen im Bundesfreiwilligendienst an

Katharina Kuolt und Nicola Kwapil - hier vor einem Rettungswagen - gehören zu den ersten, die bei den Maltesern im Bundesfreiwilligendienst (BFD) tätig sind.
Katharina Kuolt und Nicola Kwapil - hier vor einem Rettungswagen - gehören zu den ersten, die bei den Maltesern im Bundesfreiwilligendienst (BFD) tätig sind.

Konstanz (mhd) Vorteile für den Berufseinstieg, Orientierung, Lebenserfahrung oder gar eine Ausbildung erhoffen sich die Teilnehmer im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Katharina Kuolt und Nicola Kwapil gehören zu den ersten, die bei den Maltesern im Nachfolgedienst des Zivildienstes als Freiwillige begonnen haben. Obwohl sie erst kurze Zeit dabei sind, haben sie schon viele bleibende Eindrücke erfahren.

 

Nicola Kwapil ist Rettungshelfer und fährt auf dem Rettungswagen als "zweiter Mann" mit. Mitte September prallte am Dettinger Kreisel ein Auto gegen einen Lastwagen. Die Autofahrerin wurde eingeklemmt und schwer verletzt. "Wir haben ihr zügig Hilfe geleistet und wohl so ihr Leben gerettet", berichtet er. "Das ist im Nachhinein ein tolles Gefühl! Da haben wir richtig helfen können", ergänzt er.

 

Katharina Kuolt ist in der häuslichen Versorgung und Betreuung tätig. Sie ergänzt damit die ambulante Pflege und hilft im Haushalt. Manche Kunden besucht sie mehrmals am Tag, so ein bis zwei Stunden kämen da jeweils zusammen, erklärt sie. Katharina Kuolt findet es wichtig, dass sich Menschen um Ältere und Kranke zuhause kümmern. "Ich helfe ihnen, damit sie nicht vom sozialen Umfeld abgeschnitten sind", berichtet sie von ihrer Arbeit. Neulich habe sie eine Diabetikerin auf den Boden liegend aufgefunden. Sie konnte weitere Hilfe holen und der Frau so Schlimmeres ersparen, erzählt sie.

 

Die 19-Jährige hat bereits eine Berufsausbildung. Als Chemisch-technische Assistentin. Ihre Stellensuche war nicht erfolgreich. Die Arbeitgeber hätten Berufserfahrung verlangt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). So habe sie schließlich ihrer Neigung nachgegeben und sich bei den Maltesern für ein FSJ beworben. In einem Pflegeheim hatte sie sich bereits um ältere Menschen und "auch sonst viel um Leute" gekümmert, erzählt sie. Da es im FSJ keine freien Stellen gab, bewarb sie sich für den BFD. Danach will sie Krankenschwester werden und in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten. Bei den Maltesern erhält sie nun binnen zwölf Monaten das erste Rüstzeug dazu.

 

Der 20-jährige Nicola Kwapil will Medizintechnik Fachrichtung Kardio-Technik studieren. Seine Hochschule ist zwar in Villingen-Schwenningen, aber die hiesige Herzklinik ist Ausbildungsstelle. So möchte er während des Studiums weiter im Rettungsdienst mitarbeiten. Daher lässt er sich während seines BFDs zum Rettungssanitäter fortbilden. Später will er die Ausbildung zum Rettungsassistenten machen, dem einzigen bundesweit anerkannten Ausbildungsberuf im Rettungsdienst.

 

Konstanz (mhd) Vorteile für den Berufseinstieg, Orientierung, Lebenserfahrung oder gar eine Ausbildung erhoffen sich die Teilnehmer im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Katharina Kuolt und Nicola Kwapil gehören zu den ersten, die bei den Maltesern im Nachfolgedienst des Zivildienstes als Freiwillige begonnen haben. Obwohl sie erst kurze Zeit dabei sind, haben sie schon viele bleibende Eindrücke erfahren.

 

Nicola Kwapil ist Rettungshelfer und fährt auf dem Rettungswagen als "zweiter Mann" mit. Mitte September prallte am Dettinger Kreisel ein Auto gegen einen Lastwagen. Die Autofahrerin wurde eingeklemmt und schwer verletzt. "Wir haben ihr zügig Hilfe geleistet und wohl so ihr Leben gerettet", berichtet er. "Das ist im Nachhinein ein tolles Gefühl! Da haben wir richtig helfen können", ergänzt er.

 

Katharina Kuolt ist in der häuslichen Versorgung und Betreuung tätig. Sie ergänzt damit die ambulante Pflege und hilft im Haushalt. Manche Kunden besucht sie mehrmals am Tag, so ein bis zwei Stunden kämen da jeweils zusammen, erklärt sie. Katharina Kuolt findet es wichtig, dass sich Menschen um Ältere und Kranke zuhause kümmern. "Ich helfe ihnen, damit sie nicht vom sozialen Umfeld abgeschnitten sind", berichtet sie von ihrer Arbeit. Neulich habe sie eine Diabetikerin auf den Boden liegend aufgefunden. Sie konnte weitere Hilfe holen und der Frau so Schlimmeres ersparen, erzählt sie.

 

Die 19-Jährige hat bereits eine Berufsausbildung. Als Chemisch-technische Assistentin. Ihre Stellensuche war nicht erfolgreich. Die Arbeitgeber hätten Berufserfahrung verlangt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). So habe sie schließlich ihrer Neigung nachgegeben und sich bei den Maltesern für ein FSJ beworben. In einem Pflegeheim hatte sie sich bereits um ältere Menschen und "auch sonst viel um Leute" gekümmert, erzählt sie. Da es im FSJ keine freien Stellen gab, bewarb sie sich für den BFD. Danach will sie Krankenschwester werden und in der Alten- oder Krankenpflege arbeiten. Bei den Maltesern erhält sie nun binnen zwölf Monaten das erste Rüstzeug dazu.

 

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD)

 

Der Malteser Hilfsdienst sucht junge Frauen und Männer ab 18 Jahre, die sich für mindestens 12 Monate Freiwilligendienst verpflichten wollen; maximal sind 24 Monate möglich. Den BFD können - anders als im Zivildienst - auch ältere Menschen wahrnehmen. Für Freiwillige über 27 Jahren ist ein Teilzeitdienst von mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich. Die Helfer sind sozial- und krankenversichert. Weitere Informationen zum freiwilligen Engagement bei den Maltesern gibt es in der Bezirksgeschäftsstelle Bodensee, Friedrichstraße 23, 78464 Konstanz, Telefon 07531/8104-10, E-Mail info@malteser-bodensee.de, Homepage www.malteser-bodensee.de

 

WASH-Netzwerk gegründet

24.06.2011 00:00

Malteser Hilfsdienst e.V. - Generalsekretariat - 51101 Köln

 

WASH-Netzwerk gegründet - Mit vereinten Kräften kämpfen deutsche Hilfsorganisationen für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene für alle Menschen.

Berlin. Am Montag, den 20.06.2011, haben sich 14 deutsche Hilfsorganisationen in der Bundeszentrale von Malteser International in Köln getroffen, um ein neues Netzwerk für Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) zu gründen.


Mehr Zusammenarbeit, Abstimmung und Erfahrungsaustausch der Organisationen und ihrer Experten untereinander, sollen den deutschen Beitrag zur Lösung eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts wirkungsvoller machen. Laut aktuellen Zahlen der WHO und UNICEF leben ca. 900 Millionen Menschen weltweit ohne Zugang zu sauberem Wasser und 2,6 Milliarden ohne sanitäre Grundversorgung. Die Mitglieder des WASH-Netzwerks teilen die gemeinsame Vision, dass alle Menschen Zugang zu einer nachhaltigen und sicheren Wasser- und Sanitärversorgung haben und eigenverantwortlich grundlegende Prinzipien der Hygiene praktizieren. Würde diese Vision Wirklichkeit, könnten täglich ca. 5.000 Kinder unter fünf Jahren gerettet werden, die derzeit an den Folgen mangelhafter Hygiene sterben.

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel begrüßte die Gründung des WASH-Netzwerks: „Nur durch eine breite gesellschaftliche Unterstützung kann Deutschland seinen internationalen Verpflichtungen gerecht werden. Deshalb sind gesellschaftliche Kräfte und Netzwerke für die Entwicklungspolitik sehr wichtig. Viele der Millenniumsziele, die im Jahr 2000 international vereinbart wurden, sind ohne sauberes Wasser und ohne ein besseres Wasserressourcenmanagement nicht erreichbar. Die Verbesserung der Wasser- und Basissanitärversorgung ist daher ein zentraler Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.“

Die deutsche Szene ist damit Teil eines aktuellen Trends: Fast zeitgleich wurde vom UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in New York ein fünfjähriger Aktionszeitraum (5-Year-Driveto-2015 for Sustainable Sanitation) zur Verstärkung der Bemühungen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige sanitäre Grundversorgung aller Menschen eröffnet. Ziel ist, der Lösung dieses gigantischen Problems mehr Aufmerksamkeit und Ressourcen zu widmen.

Gründungsmitglieder des Netzwerks sind ADRA, Arche Nova, Arbeiter-Samariter-Bund, AT-Verband, BORDA, German Toilet Organization, Ingenieure ohne Grenzen, Johanniter Auslandshilfe, Malteser International, Noah Foundation, Solidaritätsdienst International, WECF, Welthungerhilfe und World Vision Deutschland.

 

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit.

 

Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski,
Malteser Pressesprecherin, Telefon 0221/9822-125,
Fax 0221/9822-78 125;
; www.malteser.de

Malteser bauen kräftig aus

18.04.2011 14:50

Der Malteser-Ortsbeauftragte Wolfgang Stoiber gratuliert Angela Banholzer, die er für 30-jähriges ehrenamtliches Engagement ehrt.

Konstanz – 25 939 Stunden leisteten die ehrenamtlichen Mitglieder der Malteser, berichtete der Ortsbeauftragte Wolfgang Stoiber beim traditionellen Stehempfang auf der Dienststelle an der Friedrichstraße. In der Breitenausbildung habe es Anfang des vergangenen Jahres wegen des Leitungswechsels erhebliche Probleme gegeben.

Umso erfreulicher sei es, dass die Zahl der Kurse im Vergleich zu 2009 um 35 auf 188 gesteigert werden konnten. Es kamen 1965 Teilnehmer, 441 mehr.

„Es ist enorm und unendlich spannend, was sie hier leisten“, lobte Sophie Gräfin Henckel von Donnersmarck, Geschäftsführerin in der Erzdiözese Freiburg, die Arbeit der Konstanzer Malteser. Sie bezeichnete die Konstanzer Gliederung als „Forschungs- und Entwicklungsanstalt der Malteser“.

Die 2010 gegründete Besuchshundestaffel erfreut sich großer Beliebtheit, die Nachfrage ist groß. Der Behindertenfahrdienst (BFD) ist der älteste Dienst, den die Malteser in Konstanz anbieten. Neben dem Rettungsdienst (RD) ist er eine der wichtigen Aufgaben, bei dem die hauptamtlichen Kräfte von Ehrenamtlichen unterstützt werden, die die Tätigkeiten an Wochenenden und Feiertagen übernehmen. Beim BFD gab es 417 ehrenamtlich geleistete Stunden, im RD 5702 Stunden. Elf Rettungsassistenten, zehn Rettungssanitäter und ein Rettungshelfer stehen bereit, um im Rettungsdienst eingesetzt zu werden, berichtete Stoiber. Die Notarztgruppe wurde ebenfalls im Jahr 2010 neu gegründet. Sie stellt Ärzte für Großschadenslagen oder Großschadensfälle zur Verfügung. Ebenso ergänzt sie den regulären Notarztdienst bei Engpässen. Im ersten Einsatzjahr gab es drei Alarmierungen. Wolfgang Stoiber erwartet, dass sich die Einsatzzahlen in Zukunft erhöhen.

Im Bezirk Bodensee, der bis Sigmaringen, Ravensburg/Weingarten und Friedrichshafen reicht, gab es zum Jahresende 498 Mitarbeiter, berichtete Bezirksgeschäftsführer Jürgen Raupp. Der Umsatz betrug im Jahr 2010 über 6,5 Millionen Euro. 269 958 Mahlzeiten wurden ausgeliefert, 78 456 Hausbesuche, 4594 Einsatzfahrten im Rettungsdienst und 192 738 Fahrten in den verschiedenen Fahrdiensten getätigt. Im Hausnotruf sind inzwischen 1651 Menschen angeschlossen. Die 159 Fahrzeuge des Hauptamtes legten im vergangenen Jahr über 4,1 Millionen Kilometer zurück. Im Vergleich zum Vorjahr, konnten bei allen genannten Zahlen Steigerungen verzeichnet werden.

Großen Wert legt Jürgen Raupp auf den flächendeckenden Ausbau der ehrenamtlichen sozialen Dienste. Etliche Leistungen, die heute für Geld zu haben seien, könnten sich die Menschen zukünftig kaum noch leisten. „Es ist befruchtend, wenn Menschen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nicht auf Zeiten achten müssen“, sagte Raupp. Mit dem Malteserruf ist 2010 ein weiteres ehrenamtliches Angebot hinzugekommen. Es gebe viele Menschen die einsam seien und trotzdem niemand Fremdes in ihre Wohnung lassen wollen, berichtete Raupp. Diese hätten nun die Möglichkeit, sich mit einem Helfer des Malteserrufs zu einem ausführlichen Telefonat zu verabreden.

Ehrungen: Für ihr langjähriges, aktives Engagement wurden geehrt: 30 Jahre: Angela Banholzer und Volker Kurzweg; 15 Jahre: Gabriele Dörflinger, Isabelle Hellwig und Tobias Stoiber; zehn Jahre: Sabine Hartauer.

Die letzten Spenden sind verteilt

13.04.2011 22:12

Konstanz – Die Arbeit des achtköpfigen Spendenbeirats ist beendet: In der kommenden Woche werden die letzten 20 Prozent des Geldes ausbezahlt, das Bürger und Firmen für die Brandopfer vom 23. Dezember 2010 gespendet hatten. Inzwischen ist die Gesamtsumme auf 77 900 Euro angewachsen. Bislang waren nur 80 Prozent an die Opfer gegangen. Damit wollte der Beirat sicherstellen, dass noch Geld übrig ist, wenn sich weitere Opfer melden.

Genau das war der Fall. Michael Norgauer von der Malteser-Ortsleitung, die die Spendenverteilung in die Hand genommen hat, sagte: „Ein Student war verreist und hat jetzt erst gesagt, dass er auch Hilfe braucht.“ Auch der Betreiber des Café Antik hat nun Bedarf angemeldet. Der Spendenbeirat hatte zwar beschlossen, keine Geschäftsleute zu unterstützen, doch der Betreiber hat auch in einem der geschädigten Häuser gewohnt. Beide Opfer werden mit unterschiedlichen Summen bedacht. Die Diskussion darüber, ob ein dritter Nachzügler noch entschädigt werden soll, fiel dagegen länger aus. Er hat erst am 31. März Bedarf angemeldet. Der Spendenbeirat stellte sich die Frage, ob er die Hilfe dann wirklich nötig hat. Am Ende waren die Mitglieder sich aber einig, auch ihn zu unterstützen.

aut Stefan Senn von der Malteser-Ortsleitung haben zwei weitere Brandopfer ihren Schaden noch nicht beziffert. Doch nun ist die Liste endgültig geschlossen. Nach Abzug des Geldes für die drei Nachzügler werden die restlichen 15 000 Euro anteilig an alle Opfer verteilt. Den größten Part erhält die fünfköpfige Familie Bono, die bei dem Brand alles verloren hat.

Die Malteser und ihre Ehrenamtlichen haben sehr viel Zeit in die Hilfsaktion gesteckt. Allein am ersten Tag nach dem Brand haben sich 35 Personen um die Sachspenden gekümmert. Andreas Thöni, stellvertretender Hauptamtsleiter der Stadt Konstanz, sagte: „Unser Dank geht an die Malteser, die sich von ihrer besten Seite gezeigt haben.“ Der Dank des Spendenbeirats, dem auch der SÜDKURIER angehört, gebührt außerdem den über 450 Spendern.

Freiwillige Helfen statt Zivildienst

16.02.2011 14:28

Die Konstanzer Malteser bieten Schulabgängern Vorbereitungen auf das Berufsleben in den sozialen Diensten an

Nachdem der Wehrdienst zum 1. März ausgesetzt wird, gibt es auch keinen Zivildienst mehr. Stattdessen sollen Frauen und Männer einen freiwilligen Dienst leisten können. Die Malteser bieten Stellen in vielerlei Bereichen an.

Konstanz – Die Hilfsorganisation sucht junge Frauen und Männer, die in einem mindestens zwölf Monate dauernden Freiwilligendienst bedürftigen Menschen helfen wollen. Einsatzgebiete sind zum Beispiel der Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen, der Rettungsdienst, die Betreuung älterer Menschen in der ambulanten Pflege sowie häuslichen Betreuung, der mobile Menüservice und der Hausnotruf.

„Bei uns können junge Frauen und Männer je nach Dauer des Dienstes sogar eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machen. Wer einen medizinischen Beruf ergreifen will, hat damit einen sehr praktischen Einstieg“, erklärt Jürgen Raupp, Bezirksgeschäftsführer der Malteser im Bodenseeraum. Verantwortung zu übernehmen und Sinnvolles zu tun, reize viele Schulabgänger, ergänzt er.

Neben den sozialen Diensten werden junge Frauen und Männer auch in der Erste-Hilfe-Ausbildung eingesetzt. Bei der Schulung von Gruppen werden pädagogische Fähigkeiten weiter entwickelt. Die Freiwilligen erhalten für ihr Vollzeit-Engagement zwischen 310 Euro und 450 Euro sowie umfangreiche Bildungsangebote. Letztere werden durch öffentliche Zuschüsse gefördert. Studienbewerbern werden bis zu zwei Wartesemester gutgeschrieben. Es kann als Vorpraktikum dienen und wird bei Bewerbungen im Berufsleben hoch geschätzt. „Die Erfahrungen, die unsere Freiwilligen machen, beschreiben viele als wertvoll für ihr weiteres Leben und ihren Berufsweg“, so Jürgen Raupp.

Der Geschäftsführer hofft, dass nach dem Wegfall des Zivildienstes vor allem viele junge Männer die Chance der Orientierung in einem Freiwilligendienst nutzen. Durch das Ende des Zivildienstes im Jahr 2011 rechnen deutsche Universitäten mit 60 000 zusätzlichen Studenten. „Vielleicht will manch einer angesichts dessen noch lieber vorher ein soziales Jahr einlegen“, sagt Raupp.

Informationen zum Engagement bei den Maltesern gibt es in der Bezirksgeschäftsstelle Bodensee, Friedrichstraße 23, 78464 Konstanz, Telefon 07531/8104-10, E-Mail info@malteser-bodensee.de, Internet: www.malteser-bodensee.de

Ex-Hotel Tweer: Malteser engagieren sich im Seniorenzentrum

12.02.2011 11:58

Das frühere Hotel Tweer in der Fürstenbergstraße soll eine neue Anlaufstelle für Senioren werden. Geplant sind betreute Wohnungen für ältere Menschen und ein Begegnungszentrum für diese Zielgruppe.

Als sozialer Träger ist der Malteser Hilfsdienst im Boot. Zudem hat er im früheren Hotel Räume angemietet. „Wir wollen Senioren aus dem ganzen Stadtteil Angebote machen“, sagt Jürgen Raupp, Geschäftsführer der Malteser im Bezirk Bodensee. Neben den betreuten Wohnungen sind offene Angebote wie Gedächtnistraining, Sitzgymnastik, Lesungen und ein Mittagstisch geplant. „Es soll ein Haus der Begegnung werden.“ Für die Malteser böten die Räume des früheren Hotels die Möglichkeit, an einer zentralen Stelle Senioren gebündelt Angebote zu machen. Jürgen Raupp geht davon aus, dass das neue Seniorenzentrum am Fürstenberg im Juli oder im August öffnen kann. Die Malteser übernehmen die soziale Betreuung im neuen Seniorenzentrum, nicht aber die Immobilie. (rin)

Was tun im Notfall? - Die 112 gilt zu Hause wie in der gesamten EU

10.02.2011 11:49

Köln. Wer schnell Hilfe rufen möchte, wenn jemand plötzlich erkrankt oder verunglückt ist, wenn es brennt oder allgemein Menschen in Gefahr sind, wählt die Telefonnummer 112. „Diese Nummer gilt in der gesamten Europäischen Union“, sagt Markus Bensmann, Leiter Rettungsdienst der Malteser, zum europaweiten Tag der 112 am morgigen 11.2. Laut einer aktuellen Umfrage weiß nur jeder Fünfte, dass die 112 auch im europäischen Ausland gilt. Doch nicht nur die richtige Nummer, auch die richtigen Angaben müssen gemacht werden, um schnell helfen zu können:

1. Wo geschah es?
2. Was geschah?
3. Wieviele Menschen sind betroffen?
4. Welche Art der Verletzung oder Erkrankung liegt vor?

Vor allem aber sollen die Kranken oder Verletzten erstversorgt werden, bis die Rettungskräfte eingetroffen sind. Das ist nach spätestens zehn Minuten in Deutschland der Fall. „Doch bis dahin ist die Erste Hilfe ganz wichtig“, so Bensmann. Die Malteser rufen daher dazu auf, das Erste-Hilfe-Training aufzufrischen oder zu vertiefen. Denn nach dem Absetzen des Notrufs unter 112 ist die Erste Hilfe die beste Art, einen plötzlich Erkrankten oder verunglückten Menschen zu helfen – manchmal sogar das Leben zu retten. Eine Auffrischung oder eine Anmeldung zum Kurs ist ganz leicht: www.malteser.de/erste-hilfe-app.

Gesundheitsminister würdigt Engagement der Malteser - Rösler: „Malteser sind lebenswichtige Helfer im Notfall und Alltag“

18.01.2011 11:40

Berlin. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat das Engagement der Malteser in der Gesundheitsversorgung gewürdigt. Zur Einführung des neuen Vorsitzenden des Geschäftsführenden Vorstandes des Malteser Hilfsdienstes, Karl zu Löwenstein, sagte Rösler: „Offenheit, Erfahrung, Respekt und Verständnis, dafür steht der Malteser Hilfsdienst. Sie sind dafür bekannt, dass sie sich für die Menschen einsetzen, deren Stimmen nicht so laut sind: Kinder, Kranke und alte Menschen. Und genau dieses Engagement braucht eine Gesellschaft, brauchen wir, um gerecht sein zu können.“ Ein festes christliches Wertefundament und die praktische Erfahrung als Träger von Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen und als aktive Hilfsorganisation zeichne die Malteser aus.

Karl zu Löwenstein hat zum 1. Januar als Vorsitzender des Geschäftsführenden Vorstandes die Verantwortung für den Malteser Hilfsdienst übernommen. Die Malteser zählen in Deutschland 40.000 ehrenamtliche und 12.000 hauptamtliche Kräfte (auf Basis Vollzeit). 38.100 ehrenamtliche Helfer hat allein der Hilfsdienst.

Löwenstein betonte, dass der Malteser Hilfsdienst „glaubwürdig auch solche Themen besetzt, die nicht dem Zeitgeist entsprechen. So hätten die Malteser den Hospizdienst eingeführt, „als es noch als peinlich galt, über Sterben zu reden und als es noch keine Refinanzierung für den damit verbundenen Aufwand gab“. Dazu sagte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler: "Ohne das Engagement des Malteser Hilfsdienstes aber auch ohne die vielen anderen ehrenamtlich tätigen Menschen, wäre die Hospizbewegung in der Form, wie wir sie heute in Deutschland haben, nicht zustande gekommen." Aktuell wendeten die Malteser sich gegen die Präimplantationsdiagnostik, „weil der Mensch nicht Gott ist und sich nicht zum Herrn über Leben und Tod machen darf“.

Mit Blick auf den Wegfall des Zivildienstes und die Einführung des neuen Bundesfreiwilligendienstes sagte Löwenstein: „Nach der Abschaffung des Zivildienstes bedarf es jetzt dringend flexibler Lösungen für den freiwilligen Dienst. Nicht nur für junge Erwachsene, für alle Altersgruppen. Die Bereitschaft zum Einsatz ist da. Wir appellieren dringend an Bund und Länder die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.“

Der 59-jährige Löwenstein hat bereits zehn Jahre die Geschicke der hauptamtlich geprägten Dienste und Einrichtungen im Malteser Verbund mit bestimmt. Die Gesetze und Verordnungen des Gesundheitsministeriums beeinflussen die Malteser Tätigkeitsfelder Rettungsdienst, Fahrdienste für Ältere und Menschen mit Behinderungen, die Erste-Hilfe-Ausbildung sowie die Krankenhäuser und Einrichtungen der Altenhilfe, Hospizarbeit und Palliativmedizin und der Ambulanten Pflege.

Die schwierige Verteilung von Spenden

05.01.2011 19:10

Nach dem schweren Brand vom 23. Dezember 2010 haben die Konstanzer 44 000 Euro gespendet. Doch wer von den Geschädigten soll wie viel Geld bekommen? Diese Frage ist gar nicht einfach, merkten die acht Mitglieder eines Spendenbeirats.

Spendenbeirat
Bild: Hanser

Südkurier, 05.01.2011

 

Konstanz – Fast zwei Stunden lang saß gestern ein achtköpfiges Gremium zusammen, um über die gerechte Aufteilung von Spenden zu diskutieren. Die Konstanzer Bürger haben bislang 44 000 Euro für die Geschädigten des Brandes vom 23. Dezember 2010 auf ein Sonderkonto der Malteser überwiesen. Drogerie- und Einrichtungsläden haben Gutscheine gespendet. Wie aber werden diese Gaben am besten aufgeteilt?

Im Bild: Die Konstanzer haben eine Menge Kleidung, Möbel und Spielzeug gespendet. Aber auch eine große Geldsumme kam zusammen. Über deren Verteilung entscheiden (von links): Wolfgang Stoiber und Stefan Senn (Malteser), Andreas Thöni (Stadt Konstanz), Michael Norgauer (Malteser), CDU-Abgeordneter Andreas Hoffmann, Kirsten Schlüter (SÜDKURIER), Malteser-Rechtsbeistand Markus Reichert und Volker Steffens (Lions-Club Konstanz „Zur Katz“).

Die Konstanzer Malteser-Ortsgruppe möchte diese schwierige Frage nicht allein entscheiden. Wolfgang Stoiber von der Ortsleitung sagt: „Ich habe in der Stadt schon Stimmen gehört, dass wir das Geld in die eigene Tasche wirtschaften. Da das natürlich nicht stimmt, wollten wir einen Beirat über die Verteilung entscheiden lassen.“ Doch auch dieses Gremium tat sich schwer. Denn nicht einmal die Frage, wer überhaupt Spenden erhalten soll, war anfangs eindeutig zu beantworten. „Zählen wir auch Nachbarn dazu, die nichts verloren haben, aber durch den Ruß ihre Wände neu streichen müssen?“, fragte etwa Stefan Senn von der Malteser-Ortsleitung. Der Beirat entschied, dass nur unmittelbar Betroffene Ansprüche haben, wenn sie ihren Bedarf glaubhaft nachweisen können. Es sollen vor allem diejenigen unterstützt werden, die nicht oder nur gering versichert waren.

 

Die Stadt Konstanz hat eine Liste aller direkt Geschädigten angefertigt, die Malteser nahmen Kontakt auf. Einige Opfer haben bereits auf Hilfe verzichtet, weil sie gut versichert sind. Aber was ist mit den Firmen? Nicht nur zwei Schuhhaus-Inhaber, ein Optiker und ein Döner-Verkäufer haben ihre Existenz verloren. Geschädigt wurden auch jene Läden, denen ein Teil des Weihnachtsgeschäfts verloren ging, weil die Feuerwehr die Kanzlei- und Hussenstraße zeitweise zum Löschen gesperrt hatte. Auf diese Frage gab der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann eine eindeutige Antwort: „Die Spender wollen den Menschen helfen, nicht den Firmen.“ Und so beschloss der Beirat, nur Bewohner zu unterstützen. Wer aber zählt dazu? Kann auch einer Frau geholfen werden, deren Wohnsitz nicht in Konstanz gemeldet ist, die aber in einem der beschädigten Häuser gelebt hat? Sie kann, meint das Gremium. Entscheidend ist nicht die Bürokratie, sondern die Betroffenheit.

 

Am Ende einer intensiven Diskussion war der Spendenbeirat sich einig, dass es absolute Gerechtigkeit nicht geben kann. Und doch soll nicht jeder einfach dieselbe Summe erhalten, sondern die Brandopfer sollen bedarfsgerecht unterstützt werden. Dazu werden sie nun nochmals angeschrieben und müssen bis Freitag, 15. Januar, detailliert ihren Schaden auflisten. Zunächst soll nur etwa 80 Prozent der Spendensumme ausgegeben werden. „Manche Betroffenen haben wir nicht erreicht, andere können ihren Schaden noch nicht einschätzen. Wir möchten nicht mit leeren Händen dastehen, wenn sie ihren Bedarf melden“, so Michael Norgauer von der Malteser-Ortsleitung. Klar ist aber auch: Die Opfer sollen sich zuerst aus dem großen Angebot an Sachspenden bedienen, die bei den Maltesern lagern. Die fünfköpfige Familie Bono, die bei dem Brand alles verlor, hat sich schon eingedeckt. Möglich war dies durch die große Solidarität der Konstanzer. Andreas Thöni vom Hauptamt der Stadt Konstanz schwärmt: „Wie die Bürger hier zusammenstehen, ist einfach toll.“

Hilfsbereitschaft überwältigt Malteser

29.12.2010 12:00

Zahlreiche Spenden für Altstadtbrand-Opfer in Konstanz

Helfer der Malteser beim Sortieren der Sachspenden
Im Ausbildungsraum der Malteser in der Friedrichstraße 23 stapeln sich die Spenden für die Brandopfer vom 23. Dezember. Wolfgang Stoiber, Maximilian Eisenhut, Susanne Robitsch, Ramona Braun, Sina Reichert und Karin Mühe sind einige der ehrenamtlichen Helf

Konstanz (sk/phz) Der Ausbildungsraum der Malteser-Dienststelle in der Friedrichstraße gleicht derzeit einem Lager. Der Unterrichtsbetrieb – der zwischen den Feiertagen ruht – wäre so auch gar nicht möglich. Nach dem Spendenaufruf für die Brandopfer, die durch das Feuer Ecke Kanzleistraße/Hussenstraße obdachlos wurden, stapeln sich nun große Mengen an Haushaltsgegenständen bei den Maltesern.

 

„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen“, freut sich Karin Mühe, die zusammen mit Maike Kluge und weiteren ehrenamtlichen Helfern noch am Brandtag eine erste Hilfsaktion gestartet hatte. Maximilian Eisenhuts erste Aufgabe war es noch am Unglückstag gewesen, Socken zu besorgen, berichtete er. Die Mutter der fünfköpfigen Familie Bono war von einem ihrer Kinder geweckt worden und konnte nur mit dem Schlafanzug bekleidet aus dem brennenden Haus flüchten. Viele Menschen brachten Sachspenden auf der Malteser-Dienststelle vorbei. Um die Unmengen an Dingen zu sortieren, organisierten die Helfer Umzugskartons. Etwa 50 davon sind mittlerweile beschriftet und erleichtern so das Zwischenlagern. Zeitweise waren bis zu zehn Helfer damit beschäftigt, die Spenden zu ordnen. Inzwischen sind einige Sachen im Überfluss vorhanden: in einem Karton lagern fünf Fußbälle, in einem anderen rund zwei Dutzend Herrenhemden unterschiedlicher Größen, Strümpfe und Socken, Teddybären. „Manchmal saßen bis zu fünf Helfer in der Telefonzentrale“, berichtete Karin Mühe. Geplant war ursprünglich, die Zentrale nur eingeschränkt über die Weihnachtstage zu besetzen. Stattdessen waren die Freiwilligen immer bis zum späten Nachmittag da.

 

„Wenn nur irgendwie möglich, würden Geldspenden die Bedürftigen besser unterstützen“, erklärte Wolfgang Stoiber, Stadtbeauftragter der Malteser. 54 Menschen verloren zumindest vorübergehend ihr Zuhause. Am ersten Weihnachtstag konnten die Bewohnerinnen und Bewohner der Häuser Hussenstraße 7 und 9 wieder zurückkehren.

 

Die Familie Bono gehörte zu den ersten, die von der Unterstützung durch die Malteser profitierten. Sie ist vorübergehend in einer bisher leer stehenden Zwei-Zimmer-Wohnung untergebracht. Inzwischen hat sich die Familie mit gespendeten Möbeln beengt, aber wohnlich eingerichtet und konnte am ersten Weihnachtstag die Feier von Heiligabend nachholen, berichtete Karin Mühe, die zusammen mit anderen Helfern täglich mindestens einmal dort vorbei schaut. An Geschenken hat es trotz des Unglücks nicht gemangelt. Karin Mühe berichtete von einer Frau, die eigens in einem Drogeriemarkt für die drei Kinder Geschenke eingekauft und verpackt hat.

 

Die Familie erhielt gestern noch einen kleinen Trost. Patricia Morgenstern von Sea Life überreichte zusammen mit dem SÜDKURIER einen Erlebnistag in dem Konstanzer Großaquarium – damit Giacomo und Ketty sowie ihre drei Kinder Giuseppe, Vito und Lorenzo eine kurze Ablenkung von der Tragödie haben.

 

Bürgermeister Kurt Werner erhielt eine Spende über 2000 Euro für alle Brandopfer. „Diese Spende kommt von allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt“, sagte Gabriel Albilia bei der Überreichung. „Das ist ein schönes Zeichen der Solidarität und der Gemeinsamkeit“, sagte Werner.