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SCHWAEBISCHE Zeitung Leutkirch: Kinderbrücke unterstützt Kinderhospizdienst Amalie

20.04.2017
Die Kinderbrücke Isny finanziert Paten für Familien mit schwer kranken Kindern, im Bild die Teilnehmerinnen des aktuellen Fortbildungskurses. (Foto: Stefanie Böck )

Isnyer Verein finanziert vier Paten bei der Kinderhospizarbeit in betroffenen Familien.

Isny/Wangen/Ravensburg sz. Die „Kinderbrücke Isny übernimmt die Kosten zur Ausbildung von vier ehrenamtlichen Helfern in der Kinderhospizarbeit. Der Verein spendet 2800 Euro für einen Qualifizierungskurs, der Begleiter für Familien mit „lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen“ ausbildet.

Organisiert wird der Kurs vom ambulanten „Kinderhospizdienst Amalie“ in Ravensburg. „Die Helfer kümmern sich vor allem um die Geschwisterkinder, die oft unter der Situation sehr stark leiden“, erklärt Koordinatorin Elisabeth Mogg. Schon zum sechsten Mal organisiert sie die Ausbildung der Gruppe der Paten für die Familien und baut so den Dienst stetig aus, jetzt auch in der Region Isny, Leutkirch und Wangen.

14 geeignete Teilnehmer sind ausgewählt worden, sie treffen sich seit vergangenem Oktober an acht Samstagen und manchmal freitags in Ravensburg zum Grund- und Vertiefungskurs und leisten 40 Stunden Praktikum in einer Einrichtung für Kinder mit schweren Behinderungen, in Kinderkliniken, integrativen Kindergärten oder staatlichen Hospizen. „Ende Mai schließen die Bewerber die Ausbildung ab – zwei von ihnen konnten schon vorher mit ihren Einsätzen beginnen“, berichtet Elisabeth Mogg. „Wir haben sehr viele Anfragen von Familien. Vor allem an männlichen Paten mangelt es“, schildert sie über die aktuelle Situation und den Bedarf. Im Moment betreut ihre Organisation 24 Familien im Gebiet Allgäu von Isny bis Leutkirch und in Oberschwaben von Ravensburg über das ganze Schussental bis in die Bodenseeregion zwischen Überlingen und Lindau hinein.

Die Anfragen nähmen stetig zu. Die Paten begleiten Familien mit schwerstkranken Kindern. „Zum Beispiel entlasten sie die Familie im täglichen Leben, so dass mehr Zeit und Kraft für Notwendiges bleibt“, sagt Mogg. „Sie schenken dem kranken Kind Zeit, hören zu, spielen mit ihm. Sie nehmen sich der Geschwister an, helfen bei den Hausaufgaben oder unternehmen mit ihnen etwas.“

Mit insgesamt 43 ausgebildeten Kinderhospizhelfern unterstützt der Kinderhospizdienst Amalie seit sechs Jahren die betroffenen Familien bei ihren Bedürfnissen. Der Qualifizierungskurs nach dem sogenannten „Celler Modell“ kostet pro Person 750 Euro. Über Spenden und die Träger „Stiftung Liebenau“ und „Malteser Hilfsdienst“ können die Hilfsangebote überhaupt erst geleistet werden.

Vier Plätze werden finanziert

„Wir waren sehr froh, dass die Kinderbrücke Isny sich für die Finanzierung von vier Plätzen entschieden hat“, zeigt sich Mogg ausgesprochen dankbar für die Unterstützung durch den Verein, der immer schnell und unkompliziert Hilfe leistet, wo sie nötig ist. Die Ausbildung der vier Helfer im Kinderhospizdienst ist ein Präventionsprojekt des Isnyer Vereins. Über alle Einsätze und Maßnahmen informiert er auf der Website www.kinderbruecke-isny.de.

Die Informationsabende für den Qualifizierungskurs ab Herbst 2017 finden am Montag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Wangen, Bahnhofweg 6, und am 17. Mai ebenfalls um 20 Uhr im Familientreff in der Liebfrauenstraße 24 in Weingarten statt. Weitere Infos unter www.kinderhospizdienst-ravensburg.de.

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