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Die Malteser in Konstanz

SÜDKURIER Konstanz: Brand im Bonanza: Zehn Menschen verlieren ihr Zuhause

31.12.2014

Konstanz -  Kurz vor dem Jahreswechsel verloren zehn Menschen in Konstanz ihr Dach über dem Kopf. Zwei mussten wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst zur Kontrolle ins Klinikum gebracht werden. Das ist die Bilanz eines Brandes, der die Feuerwehr den gesamten Dienstagnachmittag in der Spanierstraße in Atem hielt.

Kurz vor dem Jahreswechsel verloren zehn Menschen im wahrsten Sinne des Wortes ihr Dach über dem Kopf, zwei mussten wegen Verdachts einer Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst zur Kontrolle ins Klinikum gebracht werden. Kurz vor 15.30 Uhr am Dienstagnachmittag erhielt die Feuerwehr einen Notruf, dass es im Dachstuhl über dem Restaurant Bonanza in der Spanierstraße brennen würde. Der Sachschaden könnte nach einer ersten vorsichtigen Schätzung von Feuerwehrkommandant Dieter Quintus rund eine halbe Million Euro betragen.

Die wenigen Minuten nach der Alarmierung eintreffenden Feuerwehrleute sahen Flammen und eine starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss. Dieter Quintus veranlasste noch während seiner Anfahrt über Funk, dass die Spanierstraße zwischen Ebertplatz und Sternenplatz von der Polizei voll gesperrt wurde. Unter anderem über zwei Drehleitern verlegten die Feuerwehrfrauen und -männer mehrere Löschleitungen. Ihre Feuertaufe erlebte die neue, kleine Drehleiter, die zwischen dem benachbarten Hotel und dem brennenden Haus aufgestellt wurde. „Mit einer der beiden großen Drehleitern wären wir nie dort hinten hineingekommen“, erklärte Quintus.
 

Die Bewohner im direkt angrenzenden Haus mussten vorübergehend ihre Wohnungen verlassen. Nachdem feststand, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreiten würde, durften sie wieder zurückkehren. Für die fünfköpfige Familie des Restaurant-Pächters und fünf weitere Bewohner wird es so schnell keine Rückkehr geben. Deren Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. „Meine Familie kommt erst einmal in einem Hotel unter“, berichtete Pächter Laurence Stockwell. Wann das Restaurant wieder öffnet, konnte er noch nicht sagen.

Obwohl die Ausbreitung des Feuers rasch unterbunden war, dauerten die Nachlöscharbeiten bis in die Nacht. Oft waren Flammen zu sehen, die an den Dachbalken züngelten. Um die Deckenlast des ersten Obergeschosses und den Wasserschaden in den darunter liegenden Geschossen gering zu halten, durfte Wasser nur zum vorsichtigen Ablöschen eingesetzt werden.

Die Bereitschaftsdienste der Stadtwerke stellten im Haus Strom, Gas und Wasser ab. Die Gaszufuhr sei mittels Schieber frühzeitig unterbunden worden, berichtete Michael Müller, Geschäftsbereichsleiter Energienetze. Später sei ein Stopfen gesetzt worden, ergänzte er. „Das ist sicherer“, sagte Müller. Zusätzlich seien im Haus die Wasserleitungen entleert worden, um einem möglichen Einfrieren zuvor zu kommen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Über die Brandursache gibt es noch keine Angaben.

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