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Die Malteser in Konstanz

SÜDKURIER Konstanz: Wohngemeinschaft statt Pflegeheim

30.06.2015

Konstanz will einen neuen Weg bei der Betreuung von pflegebedürftigen Menschen gehen: mit Pflege-WGs.

Die Verwaltung sieht eine große Chance darin, die Pflegekultur in der Stadt zu verändern, und der Sozialausschuss des Gemeinderats soll am Mittwoch (16 Uhr, Ratssaal) darüber diskutieren. Mit einem neuen Konzept könnten die Lücke zwischen häuslicher und stationärer Pflege geschlossen und Angehörige entlastet werden.

Wobei nicht die Stadtverwaltung selbst die Umsetzung von Pflege-WGs betreiben will, sondern hierbei als starker Unterstützer auftreten will. Anstoß hat eine Gemeinderatssitzung im November 2014 gegeben. Damals haben die Räte die Verwaltung beauftragt, ein dezentrales Konzept für ambulant betreute Wohngruppen gemeinsam mit der Wobak und privaten Investoren und Anbietern zu verfolgen. Was dabei rausgekommen ist, will die Verwaltung im Sozialausschuss vorstellen.

Die Pflege-Wohngemeinschaften sollen den hilfsbedürftigen Menschen ermöglichen, in ihrem gewohnten Umfeld und in familienähnlicher Atmosphäre weiterleben zu können. Sie sollen die größtmögliche Selbständigkeit behalten. Davon sollen besonders junge Pflegebedürftige eine angemessene Versorgung erhalten, erklärt die Verwaltung in der Vorlage zur Sitzung am Mittwoch. Das heißt: Auch sie sollen nicht in ein Pflegeheim müssen.

Einige Kommunen hätten mit Pflege-WGs gute Erfahrungen gemacht, und auch in Konstanz gebe es mit dem Pflegedienst Casa-Med und dem Malteser-Hilfsdienst bereits Angebote, heißt es weiter. Die Stadtverwaltung will Menschen, etwa Angehörige von Pflegebedürftigen, zur Schaffung von Wohngemeinschaften motivieren. Die Altenhilfeberatung wolle hierzu auch ein Handbuch für die Umsetzung erarbeiten und sie übernehme im weiteren Verlauf die Koordinierung und Begleitung. Denn zur Schaffung der WGs sei eine gute Zusammenarbeit verschiedener Einrichtungen und Akteure wie Krankenkassen, Bauträgern, Pflegediensten und engagierten Ehrenamtlichen notwendig. Mit ein großer Vorteil dieses Pflegekonzepts sei die Entlastung von Angehörigen, ist sich die Verwaltung sicher.

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