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Die Malteser in Konstanz

SCHWAEBISCHE Zeitung: Große Freude in Aulendorf. Neue Malteser Rettungswache offiziell eingeweiht

28.03.2018
Karl-Eugen Erbgraf zu Neipperg, Diözesanleiter der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sprach das Grußwort.

Die Rettungswache des Malteser Hilfsdiensts in Aulendorf ist am Mittwochvormittag offiziell eingeweiht und gesegnet worden. Rund 30 Vertreter der Stadt, der Kirchen, der Feuerwehr und der Malteser hatten sich dazu vor der neuen Wache in der Hasengärtlestraße eingefunden. In Betrieb ist die Wache indes schon seit Jahresbeginn, vor ein paar Tagen haben die Mitarbeiter der Rettungswache ihren 200. Einsatz absolviert.

Derzeit ist die Aulendorfer Wache eine reine Tageswache; von 7 bis 19 Uhr stehen die Mitarbeiter mit einem Rettungswagen, zusätzlich zwischen 10 und 18 Uhr mit einem Krankentransporter, zur Verfügung. Die Wache in Aulendorf war eingerichtet worden, nachdem ein Gutachten nachgewiesen hatte, dass im Landkreis Ravensburg die Hilfsfristen – möglichst nach zehn Minuten, höchstens aber nach 15 Minuten sollten Rettungswagen und Notarzt vor Ort sein – nicht immer eingehalten werden können.

Hilfsfristen in den Blick genommen

Karl-Eugen Erbgraf zu Neipperg, Diözesanleiter der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sprach das Grußwort für die Malteser und ging dabei auf den Grund zur Einrichtung der Rettungswache in Aulendorf ein. „Wir setzen vehement auf die Einhaltung der Hilfsfrist“, sagte er, Aulendorf sei da ein Baustein. In der Region wurden auch andernorts neue Wachen und zusätzliche Fahrzeuge stationiert. Der Diözesanleiter betonte mit Blick auf die Hilfsfristen aber gleichwohl, dass es letztlich im Notfall um das Leben gehe, nicht darum, sich an Minuten abzuarbeiten.

„Als Bürgermeister begrüße ich es außerordentlich, dass der Bereichsausschuss beschlossen hat, hier eine Rettungswache einzurichten, um die Hilfsfrist auch hier im nördlichen Landkreis einhalten zu können“, sagte Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth in seiner Ansprache. Er hieß besonders die Mitarbeiter der neuen Rettungswache in der Stadt willkommen und wünschte ihnen, dass sie allseits gesund und unverletzt von ihren Einsätzen zurückkommen und „die Wertschätzung für ihre Arbeit bekommen, die sie verdienen".

DRK-Ortsgruppe hat „festen Platz im Rettungswesen“

Burth betonte auch, dass Aulendorf mit der DRK-Ortsgruppe schon seit Langem eine gute Versorgung allein mit ehrenamtlichen Kräften habe. „Die DRK-Ortsgruppe hat einen festen Platz im Rettungswesen und der Gesellschaft.“ Als kleines Willkommensgeschenk überreichte er Jürgen Raupp, dem Geschäftsführer des zuständigen Bezirks Malteser Bodensee, zwei Bücher über Aulendorf und seine Geschichte.

Die Aulendorfer Wache ist die 32. Rettungswache, die die Malteser in Baden-Württemberg betreiben, die dritte im Rettungsdienstbereich Bodensee-Oberschwaben und die erste im Landkreis Ravensburg, erläuterte Klaus Weber, Landesgeschäftsführer der Malteser, im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“.

15 Rettungsdienstmitarbeiter arbeiten in der Tageswache

15 Mitarbeiter, von Rettungsassistenten und Notfallsanitätern, über Rettungssanitäter bis zu Freiwilligendienstlern, arbeiten in der neuen Wache. Es sei nicht ganz einfach gewesen, die Stellen zu besetzen, berichtet Bezirksgeschäftsführer Raupp; es gebe wenige Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Leiter der Wache in Aulendorf ist Pit Penz. Er hofft, dass die Aulendorfer Wache in Zukunft einmal eine Ausbildungswache wird. Noch allerdings scheitere es daran, dass die Aulendorfer Wache eine reine Tageswache ist. Einen 24-Stunden-Betrieb kann man sich bei den Maltesern aber durchaus vorstellen, sollte der Bedarf dafür festgestellt werden – „wir wären bereit“, so Raupp.

Vitus Graf von Waldburg-Zeil, Bezirksbeauftragter Oberschwaben der Malteser, segnete die Wache, das Fahrzeug und die Anwesenden und sprach auch über das barmherzige Handeln, das den Menschen, ohne Unterschiede zu machen, als Geschöpf Gottes annehme. „Weil Nähe zählt“, griff Aulendorfs Stadtpfarrer Anantham Antony den Leitspruch der Malteser auf und betonte, dass dies mit dem Standort Aulendorf nun für die räumliche Nähe gelte, aber eben auch die menschliche Nähe gemeint sei.

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