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Die Malteser in Konstanz

SCHWAEBISCHE Zeitung: Explosion auf Motoryacht im Konstanzer Hafen - Frau verletzt

30.06.2019
Foto: Feuerwehr Konstanz

Zu einer folgenschweren  Explosion ist es am Samstagmittag beim Anlegen an Bord einer etwa neun Meter langen Motoryacht gekommen. 

Das Boot war besetzt mit Ehemann (50 Jahre alt), Ehefrau und zwei Kindern. Bereits beim Anlegen im Hafen von Konstanz gegen 11.40 nahm der Bootsführer Rauchgeruch aus dem Bereich des Motorraums wahr. 

Er und alle weiteren an Bord befindlichen Personen verließen daraufhin sofort die Yacht und retteten sich auf den Anlegesteg. Kurz darauf explodierte das Boot. Eine schwarze Rauchsäule war daraufhin deutlich zu erkennen. 

Die Frau verletzte sich am Bein — offensichtlich beim Überstieg auf die Hafenmole. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht. Die anderen drei Bootsfahrer blieben unverletzt.

Unglücksstelle weiträumig abgesperrt - 450 Liter Treibstoff an Bord

Die Unglücksstelle wurde sofort von der Polizei weiträumig abgesperrt - auch wegen der starken Rauchentwicklung. Schwarzer Qualm breitete sich schnell im Hafen aus. Feuerwehr, Rettungsdienste und untere Wasserbehörde waren vor Ort.

Mit einem Schaumrohr und unter schwerem Atemschutz dämmte die Feuerwehr die Flammen von der Pier aus schnell ein. Die Kameraden mussten während des Einsatzes aber aber immer wieder kleinere Nachlöscharbeiten auf dem Boot vornehmen.

Die Trupps unter Atemschutz waren zu ihrer üblichen Ausrüstung dazu mit speziellen, nicht brennbaren Schwimmwesten ausgestattet.

Um das Boot herum wurden Öl-Sperren gezogen, um die Verschmutzung des Bodensees mit auslaufenden Betriebsstoffen so gering wie möglich zu halten. Zusätzlich wurde die untere Wasserschutzbehörde angefordert. Ein Hubschrauber der Polizei machte Luftbilder von der Schadensstelle, um eine eventuelle Verschmutzung des Bodensees frühzeitig erkennen zu können.

Der Kran eines Abschleppunternehmers hob die noch schwimmenden Reste des Bootes im Anschluss an die Löscharbeiten aus dem Hafenbecken auf einen Tieflader, um es abzutransportieren.

Zwei Notfall-Krankentransportwagen des Malteser Hilfsdienst Konstanz und des DRK OV Konstanz sicherten über die Einsatzdauer die Einsatzkräfte medizinisch ab. Die Lösch- und Bergungsarbeiten sind für alle Beteiligten bei Außentemperaturen von über 30 Grad eine schweißtreibende und anstrengende Tätigkeit.

Die Schadenshöhe ist noch unklar.

Die Beamten der Polizei und der Wasserschutzpolizei Konstanz haben die Ermittlungen aufgenommen. Die Brandursache ist noch unklar. Derzeit gehen sie von einem technischen Defekt aus.

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