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Die Malteser in Konstanz

SÜDKURIER: Konstanz - Behindertenwerkstatt der Caritas in Konstanz gerät in Brand: Einsatzkräfte verhindern Schlimmeres

16.01.2020
Das Caritas-Gebäude, in dem es brannte. Eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung wurde Opfer der Flammen. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. | Bild: Schuler, Andreas

Schneller Löscheinsatz und zahlreiche Rettungskräfte: Bei dem Feuer in der Stickerinnenstraße wurde laut Feuerwehr und Caritas-Geschäftsführung niemand verletzt.

VON ANDREAS SCHULER

Als die Brandmeldeanlage im Caritas-Gebäude in der Stickerinnenstraße um 9.32 Uhr anschlug und automatisch die Rettungskräfte alarmierte, wurde von der Feuerwehr sofort ein so genannter MANV ausgelöst – ein Notfall mit der Annahme eines Massenanfalls von Verletzten. „Da hier Werkstätten sind, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten, mussten wir auf Nummer sicher gehen“, erklärt Christopher Kutschker, Pressesprecher der Feuerwehr. „Besser, dass wir zu viele Rettungskräfte zur Verfügung haben als zu wenige.“

Rund 100 Personen von Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz, Malteser, DLRG und Polizei auch aus Radolfzell eilten zum Ort des Geschehens. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. „Wir sind so glücklich, dass niemand verletzt wurde“, sagte Caritas- Geschäftsführer Andreas Hoffmann, der von sofort seinem Büro in der Uhlandstraße in die Stickerinnenstraße kam, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Kriminalpolizei nahm in der Zwischenzeit die Ermittlungen zur Brandursache auf.

In der Werkstatt wird vorwiegend mit Holz gearbeitet. Die Menschen mit Behinderung haben hier ihren Arbeitsplatz. Die meisten wohnen in der Uhlandstraße und werden jeden Morgen mit Bussen in die Werkstatt gebracht. In den Räumen oberhalb der Werkstätten hielten sich einige Menschen mit Behinderung in Rollstühlen auf, sie wurden nach den Löscharbeiten von Mitarbeitern der Rettungskräfte mit dem Aufzug nach unten gebracht.

Ein Handwerksbetrieb auf der gegenüberliegenden Straßenseite stellte seine Räume als vorübergehenden Aufenthaltsort zur Verfügung. „Auch dafür unser Dank. Man hat sofort die Bilder vom Caritas-Brand in Titisee-Neustadt vor Augen“, so Andreas Hoffmann. „Die Rettungskräfte waren wirklich vorbildlich und haben Schlimmeres verhindert, ein großer Dank von unserer Seite. Allen Menschen geht‘s gut, der Rest ist versichert.“ 2012 starben bei einem Brand einer Caritas-Werkstatt in Titisee-Neustadt vierzehn Personen..

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