Navigation
Die Malteser in Konstanz

SCHWAEBISCHE Zeitung: Sigmaringen - Innenminister Strobl verspricht Einsatzkräften weitere Hilfen durch das Land

01.09.2020
Ein seltener Gast im Sigmaringer Feuerwehrhaus: Innenminister Thomas Strobl (CDU). (Foto: Lukas M. Heger)

Am Montag hat es in Sigmaringen hochrangigen Besuch aus der Landeshauptstadt gegeben: Innenminister Thomas Strobl (CDU) war der Einladung des CDU-Kreisverbandes Sigmaringen gefolgt und besuchte den sogenannten Blaulichtempfang im Feuerwehrhaus. Zuvor warf der Minister einen Blick ins Polizeirevier und in die LEA-Wache.

 

"Blaulicht-Familie" schildert ihre Sorgen

 

„Es ist eine gute Idee, sich wieder einmal zu treffen. Es ist sehr wichtig, dass wir uns immer wieder austauschen“, befand Strobl zu Beginn seiner Ansprache. So nutzen mehrere Vertreter der Blaulichtfamilie die Gunst der Stunde und erzählten Strobl von ihren Sorgen und Nöten.

 

Zur Blaulichtfamilie, das erläuterte Kreisbrandmeister Michael Hack in seinem Vortrag, gehören „alle mit Blaulicht“. Also neben Feuerwehr und Polizei auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Bergwacht, das Technische Hilfswerk (THW) und die Malteser. 

 

Gewalt gegen Einsatzkräfte verurteilt

 

Bei einer Sache waren sich alle Redner einig: Gewalt gegen Rettungskräfte ist nicht zu rechtfertigen. Der Landtagsabgeordnete Klaus Burger (CDU) gab zu verstehen: „Jeder einzelne ist einer zu viel. Die Arbeit der Helfer wird durch mangelnden Respekt gefährdet.“

 

Weiter erzählten die Rettungskräfte von Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hinsichtlich der Ausbildung und Schulung ihres Personals. „Wir bemerken die Auswirkungen der Pandemie schon jetzt. Es fehlt einfach die Regelmäßigkeit“, sagte Karl-Heinz Dumbeck, Feuerwehrkommandant aus Bad Saulgau, im Blick auf fehlende und eingeschränkte Ausbildungs- und Übungsmöglichkeiten während der vergangenen Monate. Er ergänzte: „Mich macht das alles sehr nachdenklich. Wir sind damit ja nicht bald durch.“

 

Die Pandemie-Lage wird lange, vielleicht sehr lange anhalten. 

 

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl

 

Diesen Eindruck schien auch der Minister zu teilen. „Die Pandemie-Lage wird lange, vielleicht sehr lange anhalten“, sagte Strobl und fügte hinzu: „Stellen wir uns auf einen Alltag mit dem Virus ein“. Ein Alltag, in dem auch die Blaulichtfamilie nicht wegzudenken sei, denn „wir haben so ein Glück, dass wir den Bevölkerungsschutz zu großen Teilen ehrenamtlich und hochprofessionell organisiert haben“, sagte Strobl, der den ganzen Apparat als „außerordentlich wertvoll“ bezeichnete.

 

Er sei stolz auf Ehrenamtliche, die „nicht nur an sich selbst denken, sondern auch der Gesellschaft etwas geben“. Aus diesen Gründen sei es auch unabdingbar, „es nicht nur bei einem Dankeschön zu belassen, sondern das durch Taten zu belegen.“ Deshalb sollen ehrenamtliche Helfer im Bevölkerungsschutz in Zukunft stärker vom Land unterstützt werden.

 

Wie es um das Ehrenamt in der Blaulichtfamilie im Landkreis Sigmaringen bestellt ist, zeigte Michael Hack auf. Demnach seien rund 3600 Personen in unterschiedlichen Diensten engagiert. Das sind ungefähr 2,75 Prozent der Einwohner des Landkreises.

 
Online Spenden

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE53370601201201207289  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7